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Interview mit Thomas Schmidt, Präsident des Schachklubs Olten Thomas Schmidt amtiert seit 2004 als SKO-Präsident. «Wir sind ein innovativer Verein mit einem attraktiven Turnierangebot für unsere Mitglieder» Wie würdest Du in zwei Sätzen den Schachklub Olten charakterisieren? Wir sind einer der innovativsten Schachklubs der Schweiz mit einem spannenden Vereinsleben, einem attraktiven Vereinslokal und  vielen auch an externen Turnieren (insbesondere Mannschaftswettkämpfen) teilnehmenden aktiven Spielern. Und wir haben einen  grossen Stamm an Mitgliedern, die sich auf Vereins- und Verbandsebene auch hinter den Kulissen fürs Schach engagieren.  Spannendes Vereinsleben – was muss man sich darunter vorstellen? In unserem Jahresprogramm finden sich mehrere interne Turniere mit verschiedenen Zeitkadenzen – die Vereinsmeisterschaft, das an  fünf Abenden und anschliessenden Playoffs ausgetragene Rapid-Turnier und die ebenfalls an fünf Abenden gespielte  Vereinsblitzmeisterschaft. Unser wichtigstes Turnier ist natürlich die Vereinsmeisterschaft, die jeweils von März bis Dezember über elf  Runden nach Schweizer System führt und seit über drei Jahrzehnten mehr als 30 Teilnehmer zählt. Sehr beliebt ist bei unseren  Mitgliedern aber auch das Rapid-Turnier, weil es mit Zeithandicap gespielt wird und schwächere Spieler somit einen Zeitbonus  erhalten. Was unsere Mitglieder seit Jahren zusätzlich schätzen: Wir verfügen über exzellente Turnierleiter, so dass es nie Diskussionen  über Paarungen oder Regelfragen gibt.  Vereinsmeisterschaft: Volles Spiellokal. Du sprichst auch das attraktive Vereinslokal an. Ja, denn ich bin überzeugt, dass ein ideales Vereinslokal das Herz eines jeden Schachklubs ist. Wir waren früher im 5. Stock der  Stiftung Arkadis mit Blick über die ganze Stadt, und viele auswärtige Spieler haben uns gesagt, dies sei das schönste Klublokal der  Schweiz. Seit einigen Jahren sind wir nun zu Gast im Bahnhofbuffet Olten – und das ist definitiv das zentralste Klublokal der Schweiz.   Nächster Halt Buffet Olten. Unser attraktives Vereinslokal. Was macht den Charme des Bahnhofbuffets aus? Es sind mehrere Komponenten. Erstens die angenehme Zusammenarbeit und das freundliche Personal, das uns merken lässt, dass wir  Schachspieler hier als Gäste willkommen sind. Zweitens die idealen Räumlichkeiten, können wir doch je nach Bedarf verschieden  grosse Säle buchen. Drittens die hohe Verfügbarkeit, so werden unsere Spezialwünsche für Reservationen – insbesondere für  Mannschaftswettkämpfe am Samstag – immer berücksichtigt. Und viertens – Stichwort Restaurant – die Tatsache, dass man sich vor  und nach einer Partie sehr gut und preiswert verköstigen kann. Das schätzen wir insbesondere an den Samstagen, wenn mir nach einem  Mannschaftswettkampf noch gemeinsam etwas essen – nicht selten zusammen mit den Gegnern.  Wie sieht die Klubphilosophie bezüglich Spitzen- und Breitenschach aus? Unsere Prioritäten gelten klar dem Breitenschach. Zwar haben wir aktuell ein Nationalliga-B-Team in der Schweizerischen  Mannschaftsmeisterschaft (SMM). Doch erstens besteht dieses ausnahmslos aus Oltnern, und zweitens fliesst kein einziger Franken aus  dem Vereinsbudget in die Taschen der Spieler. Meist verzichten die Spieler unserer Mannschaften gar auf Reisespesen.  Kein Klub kommt ohne Vereinsführung aus: Seit wann bist Du Präsident des SKO? Seit 2004. Vorher war ich fünf Jahre lang Aktuar. Was motiviert Dich, so viele Freizeitstunden für dieses Amt aufzuwenden? In erster Linie natürlich die Freude am Schach – meinem grössten Hobby. Es macht Spass, Ideen umzusetzen, Anlässe zu gestalten und  zu organisieren und ein motiviertes Team zu führen. Dabei gefällt mir besonders, dass wir für kleinere Probleme seit vielen Jahren mit  guten Diskussionen Lösungen finden. Deshalb gibt es an unseren Vorstandssitzungen kaum Abstimmungen, wir kommen immer  gemeinsam und im Konsens zu einer Entscheidung. Am Brett sind wir jeweils Gegner, und jeder will seine Partie gewinnen. Am  Vorstandstisch sind wir jedoch ein kollegiales Team mit gemeinsamen Interessen.  Bewährtes Vorstands-Team hinten von links: Robin Angst, Stephan Büttiker, Philipp Hänggi, Markus Angst, David Monnerat vorne von links: Fritz Jäggi, Thomas Schmidt, Alfred Sorg In vielen Vereinen bleibt ein Grossteil der Arbeit am Präsidenten hängen. Ist das im SKO auch so? Oh nein, keineswegs! Die Arbeit ist in unserem Verein auf viele Schultern verteilt. So haben wir beispielsweise neben unserem  achtköpfigen Vorstand eine siebenköpfige Spielkommission, die für alle internen und externen Turniere und die Juniorenarbeit  zuständig ist. Wir haben zusätzlich mit Martin Wirz einen vorzüglichen Webmaster und mit Catherine Thürig eine hervorragende OK-  Präsidentin des regelmässig in Olten stattfindenden Bundesturniers. Alles in allem haben wir fast 20 Mitglieder, die Vereinsfunktionen  ausüben und alle einen wichtigen Anteil daran haben, dass alle Klubrädchen laufen.  Thomas Schmidt ehrt Catherine Thürig, Schweizer Meisterin 1998 und mehrfache Bundesturnier OK Präsidentin, mit der Ehrenmitgliedschaft. Ist dieser grosse Fundus an Funktionären ein Grund, weshalb auch immer wieder SKO-Mitglieder auf Ebene des  Schweizerischen Schachbunds (SSB) tätig sind? Offensichtlich hat es sich auf Verbandsebene herumgesprochen, dass wir hier in Olten gute Arbeit fürs Schach leisten… Spass beiseite:  Es hat eine gewisse Tradition, dass unser Verein auch Verbandsfunktionäre stellt. Ich erinnere beispielsweise an die beiden  Zentralpräsidenten Rolf Liniger und Philipp Hänggi, an Markus Angst, der seit Jahren als SMM-Leiter und «SSZ»-Chefredaktor  amtiert, an Catherine Thürig, die in den letzten vier Jahren dem SSB-Zentralvorstand angehörte oder an Roberto Schenker, der ihr im  gleichen Gremium quasi nahtlos folgte.   Stichwort Verband: Dieser beauftragt den SKO regelmässig mit der Organisation des jeweils über die Auffahrtstage  stattfindenden Bundesturniers. Was motiviert Deinen Verein, diesen mit viel Arbeit verbundenen Anlass zu organisieren? Ich wage einen kühnen Vergleich: Wenn ich vorhin gesagt habe, ein ideales Vereinslokal sei das Herz eines jeden Schachklubs, dann ist  Olten quasi das Herz des Bundesturniers. Kein Wunder, war Olten in den letzten zwölf Jahren viermal Austragungsort dieses  Traditionsturniers. Denn für Pendler (viele Bundesturnier-Teilnehmer kommen mit dem Zug) ist Olten natürlich ideal. Und mit dem  Hotel «Arte» haben wir in Bahnhofnähe ein exzellentes Turnierhotel mit grosszügigen Sälen, was von den Spielern immer wieder  gerühmt wird. Dass es den Spielern während des viertägigen Turniers in Olten so gut gefällt, ist für uns Hauptmotivation für die  Organisationsarbeit.  Olten ist das Herz des Bundesturniers – Blick in den grosszügigen Saal des Turnierhotels «Arte». Der SKO verbindet das Bundesturnier jeweils mit einem attraktiven Rahmenprogramm. Was ist die Idee dahinter? Ganz klar nur eine: Werbung fürs Schach und für unseren Verein machen und diesen in der Öffentlichkeit zu positionieren. Deshalb  haben wir beim letzten Bundesturnier 2014 ein Simultan mit dem Internationalen Meister Nico Georgiadis veranstaltet, zu dem wir  erfreulicherweise auch zwei Oltner Stadträte begrüssen durften. Und wir haben ein Junioren-Gartenschach-Turnier im Einkaufszentrum  Sälipark organisiert, um den Leuten Schach live zu präsentieren.  Öffentliche Auftritte hat der SKO jeweils auch bei den Oltner Sportlerehrungen. Ja, dort ist unser Mitglied FM Peter Hohler für seine zahlreichen Medaillengewinne an nationalen und internationalen Seniorenturnieren  mittlerweile Stammgast. 2015 waren wir mit Peter Hohler (Bronze an der Schweizer Seniorenmeisterschaft), der ersten SMM-  Mannschaft (Aufstieg in die Nationalliga B) und dem Junior Oliver Angst (Bronze an der Schweizer Rapid-Meisterschaft U12) gleich in  allen Kategorien vertreten. Und 2016 wird Robin Angst (Vize-Schweizer-Meister im Blitzschach) vertreten sein.  Regelmässig sind SKO-Mitglieder für ihre Erfolge auf nationaler Ebene an der Oltner Sportlerehrung vertreten. Du sprichst die Angst-Brüder Robin und Oliver an. Wie steht es um die Nachwuchsarbeit im SKO? Wir führen seit den 70er-Jahren erfolgreich und mit grossem personellem und finanziellem Aufwand eine Jugendgruppe, aus der viele  unserer heutigen Aktivmitglieder hervorgegangen sind. Die Hälfte unserer Nationalliga-B-Mannschaft besteht aus früheren Junioren.  Der sechsfache Coupe-Suisse-Sieger und dreifache Bundesmeister FM Bruno Kamber ging aus unserer Nachwuchsabteilung hervor.  Und mit Oliver Angst haben wir aktuell ein hoffnungsvolles Nachwuchstalent in unserem Verein. Erfreulicherweise engagieren sich  auch immer wieder junge Mitglieder für unseren Nachwuchs. So sind unsere beiden aktuellen Juniorenleiter Robin Angst (selber ein  Spitzenspieler) und Adrian Lips knapp über 20 Jahre alt.  Viele der heutigen Aktivmitglieder waren mal Junioren. Wie gewinnt der SKO sonst noch neue Mitglieder? Wir haben das Glück, dass Olten zentral liegt, so dass wir regelmässig neue Gesichter im Verein begrüssen dürfen. Deshalb ist es neben  regelmässiger Präsenz in der Öffentlichkeit wie am Bundesturnier oder der Sportlerehrung wichtig, eine attraktive Homepage zu haben,  die Schachbegeisterte in unseren Klub lockt. Zudem haben wir das eine oder andere Mitglied eines umliegenden Schachklubs, das  wegen unseres attraktiven Turnierangebots zusätzlich auch bei uns spielt.   Interview: Markus Angst