Bundesturnier in Olten mit neuem Rekord (420 Teilnehmende) und 16 SKO-Spielern am Start
Für das beste Oltner Resultat sorgte Suvirr Malli. Der 15-jährige Junior holte im Hauptturnier I 4½ Punkte aus sieben Runden und machte damit einen Sprung vom 33. Startplatz auf den 24. Schlussrang. Er gewann drei Partien, spielte dreimal unentschieden und verlor einzig gegen den Bundesmeister.
Einen noch grösseren Sprung nach vorne – von 98 auf 48 – machte der stark spielende und 4 Punkte totalisierende Stephan Büttiker. Beeindruckend war insbesondere sein Schlussspurt mit drei Siegen in den drei letzten Runden.
Der vierfache Bundesmeister FM Bruno Kamber kam nicht so recht auf Touren und musste sich mit einem 50-Prozent-Resultat zufriedengeben. Adrian Kamber und Oleksii Musiienko holten 2½, Shiivesh Malli 2 und Kevin Jaussi 1½ Punkte.
Roman Aeschlimanns grosser Sprung
Bester Oltner im Hauptturnier II war Roman Aeschlimann 4 mit aus 7. Er verbesserte sich von Startplatz 96 auf Rang 40 und gewann nicht weniger als 65 FIDE-ELO. Nach zwei Niederlagen in den beiden ersten Runden gewann er noch dreimal und remisierte zweimal. Auch das Resultat von Michael Grolimund – 3 Punkte und einen Sprung von 94 auf 68 – bei seinem ersten Turnier lässt sich sehen.
Beste Oltner im Hauptturnier III waren Stefan Boog und Erik Schrader mit je 4 Punkten. Nivin Jose und André Aepli kamen bei ihrem ersten Turnier auf gute 50 Prozent. Dabei bewies der elfjährige Nivin Jose Moral, startete er doch mit 0 aus 3, gewann dann aber noch drei Partien und remisierte einmal. Joël Felber als fünfter SKO-Spieler im HT III holte 2 Punkte.
In den beiden Seniorenturnieren holten Hansjörg Thomi (ST I) und Fritz Jäggi (ST II) jeweils 2½ Punkte aus fünf Runden und verbesserten ihre Startplätze um zwei bzw. drei Ränge.
70 Teilnehmende mehr als 2019 in Olten
Mit 420 Teilnehmenden – 70 mehr als vor fünf Jahren an gleicher Stätte – sorgte das Bundesturnier in Olten just 100 Jahre nach seiner ersten Austragung in Zürich für einen neuen Rekord. Die bisherige Bestmarke lag bei 366 (Ittigen 2023) vor 364 (Payerne 2022) und 363 (Olten 2003) – ein weiterer Beweis dafür, dass Schach in der Schweiz boomt!
Den absoluten Schweizer Rekord für Verbandsturniere, der bei 426 an den Schweizer Einzelmeisterschaften 2006 in Lenzerheide liegt, verpasste das diesjährige Bundesturnier nur, weil mehrere angemeldete Spieler unentschuldigt nicht erschienen. Trotzdem war OK-Präsidentin Catherine Thürig hochzufrieden. «Dass so viele Schachspielerinnen und Schachspieler den Weg ins 'Arte' gefunden haben, erfüllt uns mit grosser Freude. Neben der zentralen Lage Oltens und des perfekten Turnierlokals trug bestimmt auch die gute Organisation der Bundesturniere 2011, 2014, 2017 und 2019 durch den Schachklub Olten zu diesem grossen Erfolg bei.»
Auf der Website des Schweizerischen Schachbundes finden Sie einen ausführlichen Bericht zum Bundesturnier in Olten.
Auf Chessresults finden Sie die Resultate und Ranglisten der fünf Bundesturnier-Kategorien.
Auf chess.com und Lichess können Sie die zwölf wichtigsten Partien aller sieben Hauptturnier-I-Runden nachspielen.